Urlaub mit Fivefingers


Der heurige Sommerurlaub war für mich auch ein Test, was mit Fivefingers bzw. Barfuß im Urlaub so geht und was nicht:

 

Radfahren/Mountainbiken

naja – Radfahren geht schon irgendwie, solange es ein gemütliches von A nach B ist. In dem Moment, wo es um richtiges Radln geht oder sogar mit dem Mountainbike in den Wald, brauche ich einen Schuh mit fester, harter Sohle und auch ein wenig Schutz rund um den Fuß

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Klettergarten

Auch das ist eine Aktivität, die ich mich mit Vibrams nicht wirklich traue – hier sind mir meine Bergschuhe mit fester Sohle lieber. Weniger wegen der Trittsicherheit, sondern mehr wegen der Belastung der Fußsohlen. Man geht hier doch auf dünnen Stahlseilen, klettert Seile hoch, federt sich mit den Füßen ab – das will ich mit dünnen Sohlen nicht machen…

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Wandern

Wandern geht ganz super – egal ob es über eine Alm und Wiesen geht, egal ob es über steinige Wege geht, die Fivefinger passen hier ganz perfekt. Am Anfang hatte ich leichte Bedenken bez. Trittsicherheit und Umknicken, danach kommt mir aber vor, dass ich mit den Vibrams sicherer auftrete und weniger in Gefahr laufe auszurutschen als mit meinen festen Bergschuhen.
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Hier hat sich aber gezeigt, dass die optimalen Wander-Barfuß-schuhe sicherlich eher die KSO sind – da dort bei staubigen Straßen bzw. Wegen mit kleinem Schotter die Gefahr geringer ist, daß Steinchen in den Schuh kommen.

Problemlos ist übrigens das Durchwandern von Bächen und Lacken – die Schuhe und Füße werden klarerweise nass, sind aber binnen kürzester Zeit wieder trocken…

Sommerrodelbahn

Geht auch problemlos

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Sehr lässig, sehr problemlos Zwinkerndes Smiley

Autofahren

Am Anfang ist das Autofahren mit Fivefingers ungewohnt, weil der Fuß anders Gas geben muss und bremst. Es geht allerdings rasch, sich daran zu gewöhnen und dann ist die Freiheit am Fuß sehr nett…

Hochschaubahnfahren

hoch interessant Zwinkerndes Smiley Weniger wegen dem Gefühl (die Fahrten im Looping fühlen sich barfuß genauso an wie in Schuhen) sondern weil dort die Vibrams das Erste Mal, seitdem ich sie trage, so richtig aufgefallen sind. Einerseits, weil dort natürlich viele Menschen sind, aber hauptsächlich, weil man dort viel in der Schlange ansteht und besonders den Kinder immer wieder meine Füße aufgefallen sind – ein italienisches Pärchen hat sie sogar fotografiert, weil es auch solche haben wollte.

Für mich war interessant, dass auch nach 12 Stunden quasi ununterbrochenes Stehen und Gehen die Füße nicht geschmerzt haben.

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Kajak fahren

Bei unserer Wildwasser-Kajaktour war ich der einzige, der seine Schuhe anlassen durfte – alle anderen haben Neopremschuhe bekommen.

Kajakfahren in Fivefingers ist kein Problem, auch das Schwimmen im 12 Grad kalten Wasser hat gut funktioniert – und meine Füße waren sicher schneller trocken als die der anderen.

Fazit

Die Fivefingers sind absolut urlaubstauglich. Vorteil liegt sicher auch im geringen Gewicht und den kleinen Packmassen.

Zum Abendessen im Lokal hatte ich aber trotzdem meine normalen Barfußschuhe mit.

Aus alter Gewohnheit hatte ich auch meine alten Sandalen mit – mußte jedoch feststellen, dass das gepolsterte Fußbett dieser Schuhe sich für mich unmöglich anfühlt und ich darin einfach nicht mehr gehen kann….

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9 Kommentare

  1. Hallo Christian,

    kann deinen Bericht zum Nutzen der Five Fingers im Urlaub nur bestätigen. Ich und meine Frau haben jetzt schon mehrere Urlaube in und mit Five Fingers verbracht.
    Ob am Strand oder bei Ausflügen in Zypern, geht alles. Auch 3 Tage Wien, warne kein Thema. Meine Frau hatte sogar nach 10 Stunden in und um Schloß Schönbrunn Abends warme Füße.

    Wir nutzen die Five Fingers nur noch, also sprich im Alltag: zum Einkaufen, Auto fahren, Essen gehen usw. Blicke gibt es immer mal wieder und auch Fragen warum wieso weshalb.

    Gruß

    Stefan

    1. Stefan, danke für deinen Kommentar.
      Super, dass deine Frau da gleich denkt, ich kann die FiveFingers nur beim Wandern anzieen, bei Stadtbesuchen streikt meine bessere Hälfte ;)

      Deswegen habe ich mir die Barfußschuhe von Senmotic und Vivabarefoot gekauft, haben auch eine dünne Sohle (wie der Vibram) und viel Platz für die Zehen, sind aber voll Business (und frau-) tauglich ;)

      lg
      cd

      1. Hallo Christian,

        für „Business“ oder Offizielle Anlässe haben wir die Leder Varianten der Five Fingers, sind für mich und mein Frau die Optimale Lösung. Und wir sind halt auch der Schlag Mensch der sich nicht drum schert was andere Denken.
        Da ich Beruflich (Paketzusteller bei der DHL) den ganzen Tag in Sicherheitsschuhen oder „Normalen“ Schuhen stecke, bin ich froh dann in meine Zehenschuhe zu schlüpfen.

        Gruß

        Stefan

  2. Hallo,

    ich gehe seit einiger Zeit mit den FF Bergwandern. Vom Gefühl her geht es ganz gut, nur mit Geröllfeldern komme ich nicht so klar. Und ich habe (bei geführten Wanderungen) immer wieder Probleme, dem Wanderführer zu erklären, warum ich denn um Himmels Willen keine Bergschuhe tragen mag. Da wird mir dann gern mal der mangelnde Knöchelschutz vorgeworfen oder die Gefahr, meine Knie zu verletzen. Ich möchte aber dennoch nicht mehr auf harte Bergschuhe umsteigen, da mir dort das Gefühl für den Boden fehlt.

    1. Hallo Tanja,

      und genau da kann man dem Wanderführer widersprechen, gerade in den FF paßt man verstärkt auf wo und wie man Auftritt. Mit dem Wanderschuh trete ich auf wie ich will und wo ich will, denn er Schützt ja meinen Fuß.

      Ich möchte auch lieber das Gefühl den Boden zu spüren und gehe dann lieber mit bedacht.

  3. Ich gebe euch beiden recht, verstehe aber ein wenig die Bedenken des Wanderführers – gerade bei Geröllfeldern kann es passieren, dass Steine ins Rutschen kommen und die Fivefinger bieten halt wirklich keinen Schutz, wenn etwas gegen den Fuß prallt….
    Aber ich spüre auch lieber den Boden direkt und nehme halt in Kauf, dass ich bewußter auftrete…

  4. Hallo Christian,

    der Aspekt leuchtet ein, aber was sucht man beim Wandern in Geröllfeldern? Gehört meines Erachtens doch eher zum Bergsteigen.

    1. Nein, auch beim Bergwandern trifft man mitunter auf Geröllfelder oder Wege, die mit Geröllsteinen verschottert wurden und/oder steil sind.

      1. Hallo Tanja,

        okay alles klar. Dann lieber Routen ohne solche Felder raussuchen.

        Gruß

        Stefan

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